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Überglücklicher BVB freut sich auf Barca oder Bayern

Mit dieser Niederlage konnten Jürgen Klopp und die Seinen bestens leben. Das 0:2 bei Real Madrid im Halbfinale bedeutete zwar die erste Niederlage der Champions-League-Saison, aber wen stört das schon auf dem Weg ins Endspiel nach London? Jetzt soll dort auch der Titel her.

Madrid. 

Etwas übermüdet stolpern die Dortmunder aus dem Flieger. Foto: Caroline Seidel Bild-Zoom
Etwas übermüdet stolpern die Dortmunder aus dem Flieger. Foto: Caroline Seidel
Schon in der Kabine schlüpften Robert Lewandowski & Co. in die schwarzen T-Shirts mit dem gelben Aufdruck «Wembley calling!! BVB».

0:2 bei Real Madrid verloren, nach den späten Toren im Halbfinal-Rückspiel noch um das Endspiel am 25. Mai in London gezittert - doch überall waren auf dem Weg zum Mannschaftsbus nur überglückliche Dortmunder Fußball-Profis zu sehen. «Das ist etwas zu groß, um das in einer halben Stunde oder Stunde komplett begriffen zu haben», versuchte Abwehrchef Mats Hummels die richtigen Worte zu finden und berichtete von einer besonderen Stimmung im Mannschaftskreis.

«Es war einfach gelöst, jeder war glücklich, jeder war irgendwo mit sich im Reinen. Aber es war nicht so, dass wir jetzt komplett ausgetickt sind. Es war einfach eine Mischung aus Erleichterung und Freude», schilderte Hummels die Lage in der Kabine. Vor 69 429 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabéu, darunter 8000 Dortmunder Anhänger, musste der BVB aber einige brenzlige Situationen überstehen, ehe unter den Augen des spanischen Königs Juan Carlos und von Bundestrainer Joachim Löw auf der Ehrentribüne der Final-Einzug besiegelt war. Denn nach den späten Toren von Karim Benzema (83. Minute) und Sergio Ramos (88.) drehte Madrid noch einmal mächtig auf.

«Ich genieße jetzt erstmal den Abend, dass wir im Finale stehen», betonte der für den verletzten Mario Götze eingewechselte Kevin Großkreutz und versprach ein «bisschen zu feiern». Das «eine oder andere Bierchen», so der herausragende Torhüter Roman Weidenfeller, sollte auch drin sein. Trainer Jürgen Klopp mochte «nicht päpstlicher sein als der Papst». Und er selbst wollte auch «gemütlich ein Bierchen» im Hotel trinken. «Wir werden das auf jeden Fall feiern. Es wäre krank, die Situation nicht zu genießen», erklärte Klopp.

Bilderstrecke BVB: Wembley ruft
Wembley ruft: Borussia Dortmund steht erstmals seit dem Triumph von 1997 wieder im Finale der Champions League. Ein bärenstarker Roman Weidenfeller bewahrte den BVB beim 0:2 in Madrid vor dem Ausscheiden. Im Bild: Sergio Ramos (R) und Xabi Alonso (2. von rechts) kämpfen mit Dortmunds Robert Lewandowski 2. von links) um den Ball.Zuschauer bei dem mit Spannung erwarteten Spiel: Spaniens König Juan Carlos (rechts) und Real Madrid'dPräsident Florentino Perez.Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller (links) und Mats Hummels (rechts) mit Gonzalo Higuain (Real Madrid).


Entspannt können die Dortmunder am Abend verfolgen, ob denn nun der FC Barcelona oder wie erwartet der FC Bayern Finalgegner in dreieinhalb Wochen im Londoner Wembleystadion ist. «Für uns ist es wurscht, welche von den beiden Weltklasse-Mannschaften weiterkommt», erklärte Hummels, der die Münchner nach deren 4:0 im Hinspiel natürlich in der Favoritenrolle sieht.

Während die Dortmunder den zweiten Einzug ins Königsklassen-Endspiel nach 1997 feierten, waren die Königlichen um Real-Superstar Cristiano Ronaldo und Trainer José Mourinho bitter enttäuscht. «Ich muss die Mannschaft loben. Sie hat ein richtig gutes Spiel gemacht», erklärte der portugiesische Coach und deutete sanft seinen Abschied an. «Ob ich hier bei Real bleibe, werde ich am Ende der Saison entscheiden, das entscheide ich ganz alleine.»

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